Kirche
1752 / 54 Das baufällig gewordene Gotteshaus wird durch einen Neubau ersetzt, das heutige Kirchengebäude. Dabei wird der Turm seitlich an das Gebäude gebaut.
1826 Der seitliche Turm wird ersetzt durch einen neuen, der an die Stirnseite des Hauses gebaut wird.
1948 Erneuerung der Empore
1956 Erweiterung der Kirche durch Anbau des Altarraums
1977 Erneuerung der Orgel, dabei wird auch ihr Standort von der Mitte der Empore auf die Westseite verlegt.
1983 Einbau einer Fußbodenheizung und Steinfußboden.
2002 Innenrenovierung
Das Südfenster
In der Mitte (das Südfenster) dominiert die Farbe weiß: Friede und Gerechtigkeit auf Erden - so will es Gott für die Menschen.
Das gelbe Dreieck symbolisiert die Dreieinigkeit, die Gegenwart Gottes als Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Gott ist immer da in seinem Kosmos - der Kosmos, er ist auch als Mosaik dargestellt
Das Ostfenster
Das Dunkel des Fensters ist in der Farbe des Altars wieder aufgenommen: dorthin können Menschen, so glauben es die Christen, immer kommen mit allem, was sie bewegt. Bei Gott können sie alles Dunkle, Schuld und Versagen klagen und ablegen.
Die linke Hälfte des Fensters ist dann das Auferstehungsfenster, das Hoffnungsfenster - von alters her das Ostfenster in den Kirchen. Hier ist alles gelb - das Licht Gottes wird sich durchsetzen, sein Reich wird erwartet, in dem alles gut sein wird und die Menschen in Gottes Liebe aufgehoben sein werden, vollkommen - das rote Viereck in dem Gelb kann das symbolisieren.
Doch alle, die die Fenster betrachten, sollen sich Ihre eigenen Gedanken machen und sie werden auch unterschiedliche Deutungen finden. So ist es gedacht.
Beate Wassermann...
Gleich bei ihrer ersten Glasgestaltung, den Fenstern in der Rogate Kirche in Hamburg Maiendorf 1995 stellte sie unter Beweis, wie sicher sie eine Aufgabe im monumentalen Bereich zu meistern und mit durchleuchteten Farben zu arbeiten versteht. Seither wurde sie zu manchen Wettbewerben eingeladen und ging nicht selten als Siegerin daraus hervor.
1998 gestaltete sie zwei Glaswände für die Unfallklinik in Ludwigshafen, 2001 die Fenster für die evangelische Friedenskirche in Münster Altenberge und 2003 neben den Fenstern in Plankstadt diejenigen für das alte Hauptgebäude der Universität Hamburg in der Edmund Siemens Allee.
Bei ihren unkonventionellen Glasgestaltungen finden sich geometrische und freie Formen in einem den Vorgaben der Architektur folgenden, aber meist sehr locker aufgebauten Gefüge zusammen.↵
Die Transparenz des Glases fasziniert sie und reizt sie immer wieder neu zu einem vielschichtigen Wechsel zwischen offener Nutzung und Verschleierung dieses ästhetischen Angebots durch die Wahl der Glassorte und vor allem durch die Malerei.
Ihre Arbeiten bieten daher mit vielfach abgestuften Verbindungen von mattem und leuchtendem Farblicht einerseits sowie ungebrochenem Tageslicht andererseits viel zu schauen und regen den Betrachter an, sich dem Spiel von Wahrnehmung und Anspielung reflektierend hinzugeben.↵
(Suzanne Beeh-Lustenberger, Kunsthistorikerin)
Paramente
Die liturgischen Farben im Kirchenjahr
In unserer Plankstadter Kirche gibt es seit dem Jahr 2004 (250-jähriges Jubiläum) neue Paramente. Sie wurden speziell für unsere Kirche entworfen und in Gobelin-Technik von Hand gewebt.
Als Erstes wurden eine Werkstatt und ein Künstler, eine Künstlerin ausgesucht. Die Wahl fiel auf die Diplom-Designerin Annett Hildebrandt aus Dresden. Nach einer Besichtigung unserer Kirche erstellte sie zwei Serien von Entwürfen, aus denen der Kirchengemeinderat in Absprache mit der Gemeindeversammlung die Entwürfe aussuchte.
In ihren Arbeiten orientierte sich die Künstlerin vor allem an dem Fensterband im Altarraum und nahm Formen und Farbtöne auf. Damit setzen die Paramente einen Akzent in den Raum und bringen den Blick des Betrachters von den Fenstern wieder nach unten zum Altar. Durch die Entsprechung wirken Fenster und Altar mit Parament als Einheit.
Die Grundfarben der Behänge sind durch den liturgischen Kalender bestimmt:
Parament Weiß
Weiß ist die Farbe des Christusfestes. Die Farbe geht auf das weiße Taufgewand zurück, das in der alten Kirche üblich war.
Als Farbe des Lichtes und der himmlischen Klarheit schmückt das Weiß die Kirche
- in der Weihnachtszeit
- an Gründonnerstag als Danktag innerhalb der Karwoche, weil Jesus das Heilige Abendmahl eingesetzt hat,
- zu Ostern als Fest der Auferstehung und größtes Fest der Christenheit
- am Ewigkeitssonntag (im Volksmund Totensonntag), weil wir nicht auf den Tod schauen wollen sondern auf das danach: Gottes Ewigkeit
In unseren Behängen finden wir strahlende Goldtöne und das Dreieck, das an die Dreieinigkeit erinnert.
Parament Rot
Das Rot finden wir als liturgische Farbe
- an Pfingsten
- am Reformationsfest
- bei der Konfirmation, in der wir in besonderer Weise um den Heiligen Geistes bitten
- an Märtyrertagen (Peter und Paul, Stephanus), die aber bei uns nicht begangen werden
In unseren roten Behängen können wir Formen von Flammen erkennen.
Parament Grün
Die Farbe Grün schmückt die Kirche in der Epiphaniaszeit und der Trinitatiszeit.
In unseren Behängen sind drei Schalen angedeutet, in die sich der Fluss des Heiligen Geistes ergießt.
Parament Schwarz
Das Altarparament stellt die drei Kreuze auf dem Hügel Golgatha dar und erinnert damit an das Leiden Jesu, der für uns Leid und Tod überwunden hat.














