20 Jahre Stiftung GRATIA

- 15.10.2026 - 

Engagement für Frauen und Mädchen

Karlsruhe (15.10.2026). GRATIA, die Stiftung der Evangelischen Frauen in Baden, feiert ihr 20-jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung am 16. Oktober in Karlsruhe. Schirmherrin des Jubiläums ist Landesbischöfin Heike Springhart. Gefeiert werden zwei Jahrzehnte voller Engagement, Solidarität und Einsatz für Frauen und Mädchen.

Prof. Dr. Uta Schmidt
Prof. Dr. Uta Schmidt

Quelle: Prof. Dr. Uta Schmidt - eingebettet von www.ekiba.de

Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 setzt sich GRATIA für Frauen und Mädchen ein, die Unterstützung, Schutz und neue Perspektiven brauchen. Mehr als 70 nationale und internationale Projekte konnten in dieser Zeit gefördert werden. Dahinter stehen zahlreiche Menschen, die durch Spenden, Zustiftungen und ehrenamtliches Engagement dazu beitragen, die Lebenssituation von Frauen nachhaltig zu verbessern. Gefördert werden unter anderem Angebote für Frauen, die von Arbeits- oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, sexualisierte Gewalt erfahren haben, mit Suchterkrankungen leben oder mit einer Behinderung ihren Alltag gestalten. Im Mittelpunkt stehen Bildung, Gesundheit, Schutz und gesellschaftliche Teilhabe.
 
Die Schirmherrin der Jubiläumsveranstaltung, Landesbischöfin Heike Springhart, würdigt die Arbeit der Stiftung: „Wenn ich an hoffnungsfrohes Wirken denke, gehört GRATIA für mich ganz selbstverständlich dazu. Diese Stiftung ist mehr als eine Organisation – sie ist eine Zusage: Mädchen und Frauen bekommen in schwierigen Lebenssituationen neue Perspektiven geschenkt und spüren, dass sie nicht allein sind. Mich beeindruckt, wie viel hier entstanden ist. Aus einer mutigen Gründungsidee wurde eine lebendige Solidargemeinschaft von Menschen, denen das Wohl anderer am Herzen liegt. Dies macht GRATIA so besonders und trägt Segen in die Welt.“
 
„Dass gesellschaftliche Veränderungen immer gemeinschaftliches Handeln brauchen, ist ein Grundgedanke der Stiftung. Wer Frauen stärkt, trägt dazu bei, Lebenswege zu verändern und Chancen zu eröffnen“, erläutert Birgit Weber, Vorständin der Stiftung. Dieses Anliegen verbinde die vielen Menschen, die GRATIA seit zwei Jahrzehnten begleiten und unterstützen. „Uns treibt an, dass wir durch unsere Arbeit die Situation von Mädchen und Frauen verbessern können – in der Hoffnung auf Gerechtigkeit und ein Leben in Würde.“

Marie-von-Marschall-Preis für Prof. Dr. Uta Schmidt

Ein Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung ist die Verleihung des Marie-von-Marschall-Preises. Die diesjährige Auszeichnung erhält Prof. Dr. Uta Schmidt für ihr außergewöhnliches Engagement für feministisch-theologisches Denken und Arbeiten. „Besonders verdient gemacht hat sie sich um die verständliche Vermittlung theologischer Inhalte, etwa durch die Bibelauslegungen im Material zum Frauensonntag, das von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern verantwortet wird. Mit ihrer Arbeit trägt sie dazu bei, feministische Theologie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und wichtige Impulse für Kirche und Gesellschaft zu setzen“, erläutert Beate Schmidtgen, Leiterin der Abteilung Evangelische Erwachsenenbildung und Geschlechterdialog des Evangelischen Oberkirchenrats Karlsruhe.
 
Der mit 2.000 Euro dotierte Marie‑von‑Marschall‑Preis wird von GRATIA alle zwei Jahre an Frauen und Initiativen verliehen, die sich mit außergewöhnlichem Engagement für Kirche, Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander einsetzen. Die Preisträgerinnen stehen für Mut, Weitblick und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
 
Hintergrund: Evangelische Frauen in Baden
Die Evangelischen Frauen in Baden gehören zur Abteilung „Evangelische Erwachsenenbildung und Geschlechterdialog“ der Evangelischen Landeskirche in Baden. Sie sind die Stimme evangelischer Frauen in Kirche und Gesellschaft. Sie setzen sich für die Verwirklichung von geschlechtergerechten Verhältnissen ein und stehen für soziales Engagement, Bildungsarbeit und gelebte Spiritualität. Sie beraten und begleiten Frauengruppen, qualifizieren ehrenamtlich und hauptamtlich Tätige und vernetzen sich mit anderen Frauenorganisationen vor Ort sowie landes- und weltweit.
 
Informationen und Kontakt:
Birgit Weber, Vorsitzende Vorständin, Telefon 0721 9175-324, birgit.weber@ekiba.de
 
  

Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin