Lesezeichen von Schülerinnen und Schülern verteilte Christian Lang beim Gottesdienst zur Einführung in seinen Dienst als Schuldekan in der Christuskirche St.Leon-Rot am Freitag 7.11.2025
Wenn Lesezeichen Hoffnungszeichen werden

Quelle: Elke Piechatzek - eingebettet von ekisuedlichekurpfalz.de
Christian Lang hat sie mitgebracht, die Stimmen seiner Schülerinnen und Schüler aus den 5. und 6. Klassen in Wiesloch. In Videoausschnitten antworteten sie auf die Frage, was sie Jesus heute fragen würden, wenn er die Tür reinkäme.
Es waren Alltagsfragen mitten aus dem Leben, dem Alltag eines Schuldekans 2025. Warum Jesus über Wasser laufen kann, wann Frieden wird, wann die Menschen an ihn glauben. Christian Lang predigte eindrücklich vom Lernen und Leben mit jungen Menschen. Von Ritualen, die den "Bildungsplan" der Bibel, das Doppelgebot der Liebe, eindrücklich weitergeben. Dass kritische Rückfragen ausdrücklich erlaubt seien. Dass wir dann wie auch in der Bibel erzählen sollen von unseren Glaubenserfahrungen. Lesezeichen, gestaltet von seinen Schülerinnen und Schülern brachte er mit, versehen mit Bibelversen, die manches mal auch leicht verändert aufgeschrieben wurden.
Auf einem der gestalteten Lesezeichen stand: „Herr, deine Güte riecht so weit“ – eigentlich sollte dort „reicht“ stehen, erzählte Lang schmunzelnd. Doch gerade dieses Versehen gefiel ihm: Wie interessant wäre es, wenn man Gott sogar riechen könnte.
"Hoffen wir, dass wir einander gut riechen können", griff Bezirkskirchenrat Dr. Holger Lehmann in seinem Grußwort an das neue Mitglied des Dekanatsteams der Evangelischen Kirchen Südliche Kurpfalz den Gedanken augenzwinkernd auf.
Der Gottesdienst in der St. Leoner Kirche war geprägt von diesen Momenten, die deutlich machten, gerade in der Begegnung mit jungen Menschen entstehen neue Räume für die Erfahrung mit Gott.
Kirchenrat Andreas Obenauer hatte gleich zu Beginn die Urkunde der Landesbischöfin verlesen und dem neuen Schuldekan den Wunsch mitgegeben: Er möge Räume aufmachen und selbst nach Gott fragen. Es möge ihm die Freude erhalten bleiben und er solle offen bleiben für Gottes Segen.
MItglieder des Bezirkskirchenrates gestalteten ebenso wie die Mitarbeiterin des Schuldekanates Claudia Beigel und Bezirksjugendreferent Jan Tuscher Lesungen aus der Bibel.
Dekanin Katharina Treptow-Garben, Kirchenrat Obenauer und der Synodenvorsitzende Michael Dahlinger segneten Christian Lang für seine neue Aufgabe.
"Wir haben Gottes Spuren festgestellt", antworteten die Anwesenden mit einem der Lieder im Gottesdienst, die Bezirkskantor Paul Hafner zusammen mit der Oboistin Barbara Obert einfühlsam begleiteten.
Frank Schäfer vom Staatlichen Schulamt, die katholische Schuldekanin Valeria Linder und Andreas Weisbrod für die evangelischen Schuldekaninnen und- dekane in Nordbaden, nahmen in ihren Grußworten Lang in ihre gemeinsame Arbeit auf.
Schäfer berichtetet von der guten Zusammenarbeit von Schule und Kirche durch die Schuldekaninnen, mit denen er gerne zusammenarbeite. Religion sei nicht nur ein Schulfach wie die andern, er freue sich, dass Christian Lang ebenso wie er daran Interesse habe, vor allem für die immer größer werdende Anzahl an Schülerinnen und Schülern, die keiner Konfession mehr angehören, ein Angebot zu machen, über Glaubensinhalte ins Gespräch zu kommen.
Valeria Linder überreichte eine Schatzkiste mit der Krone der Sternsinger als Zeichen der ökumenischen Verbundenheit. Die Zusammenarbeit mit dem evangelischen Kollegen bezeichnete sie als tragend für ihre gemeinsame Arbeit als Kirchen in der Schule.
"Du hast uns gerade noch gefehlt", ergänzte Andreas Weisbrod die Grußworte mit einem Lächeln. Für die Gelegenheiten, in denen Schuldekane auch mal jemandem Feuer unter dem Hintern machen müssen, aber vor allem damit ihm selbst das Feuer nie ausgehe in dieser wunderbaren Aufgabe, die er auch für eine großartige Chance der Kirche halte, überreicht er eine Solarlampe als Geschenk. Die Pfarrkolleginnen aus den Regionen sparten sich weitere Worte und gratulierten einfach mit weiteren Geschenken.
Vor dem Segen wurden Lesezeichen durch die Familie von Christian Lang verteilt.
Beim anschließenden Empfang wurde deutlich. Da ist einer bereits mitten bei der Arbeit angekommen, als Teil des Kirchenbezirks und als Vermittler des Glaubens in die Schule.
Die Lesezeichen der Schülerinnen und Schüler begleiteten als Hoffnungszeichen die Gottesdienstbesucher wieder nach Hause.
Wie wurde beim Fürbittengebet formuliert?
"Möge Frieden in die Häuser und Herzen kommen und in diese Welt."
Ein klein wenig davon konnte man riechen an diesem Abend in St. Leon Rot.
Fotos und Text: Elke Piechatzek









































