Wie alle Chöre in Plankstadt wurde auch unser Kirchenchor im Jahr 2020 durch die Corona Pandemie in seiner Arbeit erheblich eingeschränkt und sogar teilweise komplett ruhig gestellt.
Konnten wir noch im Januar unser traditionelles Winterfest mit leckerem Essen und Getränken, guten Gesprächen und dem fröhlichen Gesang feiern, änderte sich schon kurze Zeit später alles.
Der erste Lock-Down im März traf uns zwar nicht überraschend, denn die Anzeichen dafür waren uns allen relativ schnell klar, aber trotzdem machte er uns zu schaffen.
Nicht nur weil wir von jetzt auf gleich nicht mehr miteinander singen durften, sondern auch unsere sozialen Kontakte eingeschränkt wurden.
In dieser ersten Zeit verfolgten wir sämtliche Entscheidungen immer mit der Hoffnung verbunden möglichst schnell wieder miteinander singen zu können. Es wurden Gottesdienste, die unter anderem von unserem Chor musikalisch mitgestaltet werden sollten, abgesagt oder verschoben. Unser für die Konfirmationen zusammen gekommener Elternchor, der in dem vergangenen Jahr durch eine große Anzahl von Konfieltern unterstützt wurde konnte leider nicht wie geplant stattfinden. Das haben wir wirklich sehr bedauert, ist dies doch die Gelegenheit neue Sänger*innen zu gewinnen.
Wir versuchten Alternativen zu finden um miteinander zu singen, jedoch wurden diese wieder verworfen, weil sie entweder nicht möglich waren oder wir aktive Sänger*innen hätten ausschließen müssen, da sie nicht über die entsprechenden Techniken verfügten. Dies war für unseren Chor keine Option. Wir richteten uns einen Gruppenchat über unsere Mobiltelefone ein und konnten so mit fast allen in Kontakt bleiben und Informationen austauschen. Ein paar wenige die nicht daran teilnehmen konnten bekamen alle Informationen in schriftlicher Form persönlich überbracht, so hielten wir in dieser ersten Zeit unsere Kontakte aufrecht.
Dann kam die Aufhebung des Lock-Downs und wir die Erlaubnis unter Einhaltung der benötigten Hygiene- und Abstandsregeln mit unseren Chorproben wieder beginnen zu können.
Nun wurde der große Gemeindesaal vermessen und ausgerechnet wie viele Sänger*innen darin unter Berücksichtigung aller Regeln platziert werden können. Zu unserer Freude konnten wir für alle einen Platz finden und am 7.Juli 2020 durfte die erste Probe stattfinden. Die Teilnahme war für jeden freiwillig, niemand sollte das Gefühl erhalten, dass er gegen seine Bedenken betreffend Corona seine Gesundheit gefährdet.
Die Probe wurde gut besucht und wir freuten uns nach so langer Zeit unsere Probenarbeit, wenn auch unter neuen ungewohnten Bedingungen aufnehmen zu können. Es ist eine neue Erfahrung mit einem Abstand von jeweils zwei Metern in allen Richtungen miteinander zu singen, aber eine gute und eine die uns alle stimmlich weiterbringen sollte. Wenn sie jetzt aber der Vorstellung unterliegen, dass man gleich in der ersten Probe mit mehr Aufmerksamkeit in der Probe sitzt, darf ich sie gerne enttäuschen. Selbst der Abstand hat nicht verhindert, dass man sich auch mal während der Probe unterhält und lacht! Und das war und ist auch gut so, zeigt es doch wie stark unser Chor zusammen gefunden hat!
Nach den Sommerferien und den wieder ansteigenden Zahlen der Coronainfektionen entschieden sich einige unserer Mitglieder lieber nicht zu singen um weder andere noch sich zu gefährden.
Für die dann im Oktober anstehenden Konfirmationen bildeten wir ein paar Ensembles die sich in Proben zusammen fanden und die Konfirmationen so musikalisch mitgestalteten. Eine weitere gute Erfahrung die keiner missen möchte.
Jedoch kam schon kurz darauf der allen bekannte Lock-Down light und wir unterbrachen erneut unsere Probenarbeit.
Da uns einige Tage später von der evangelischen Landeskirche die Möglichkeit geboten wurde in einer kleinen Gruppe mit sechs Sänger*innen Gottesdienste in unserer Kirche mitzugestalten, entstand eine „Virengemeinschaft“ die unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln ihren Einsatz fand. Unter der musikalischen Leitung unserer Dirigentin Frau Ludmila Hertel und unseres Vizedirigenten Hans Kolb probten wir für Gottesdienste und Taizé-Andachten.
Dieses kleine Ensemble durfte auch noch am 24.12.2020 die Christvesper, die live übertragen wurde mit ihrem Gesang bereichern.
So hat diese Zeit für uns als Chor also auch etwas Gutes. Wir gestalteten einige Gottesdienste und Andachten mehr als Jahre zuvor und das hat Ihnen als Besucher unserer Kirche und auch uns als Sänger*innen gefallen.
Wir bedanken uns bei unserer Pfarrerin Frau Christiane Banse, Frau Ludmila Hertel und Hans Kolb für Ihre Unterstützung und Einsatz in dieser besonderen Zeit.
In der Hoffnung, dass für uns alle das Jahr 2021 ein besseres wird und der Chor und auch Sie als Gemeinde und Freunde unserer Kirche uns bald wieder ohne Abstand begegnen können wünschen wir Ihnen / Euch und allen Angehörigen ein gesundes Neues Jahr.
… und bis wir uns wieder sehen halte Gott euch fest in seiner Hand.