Kindergarten plus



März 2017
„Kindergarten Plus“ setzt sich mit der emotionalen Intelligenz auseinander. Es basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass einem kognitivem Lernfortschritt immer ein emotionaler Entwicklungsfortschritt voraus geht.
„Kindergarten Plus“ ist ein Programm zur Stärkung der kindlichen Persönlichkeit. Es soll dazu beitragen, Basisfähigkeiten zu fördern, die für das spätere Leben unverzichtbar sind. Dazu gehören z.B. Selbst- und Fremdwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und Motivationsfähigkeit. Desweiteren hat es auch das Ziel, Kinder vor Gefährdungen zu schützen. Denn seelisch starke, selbstbewusste Kinder sind besser vor Gewalt und Suchtabhängigkeit geschützt. Natürlich versteht es sich als Ergänzung zu unserer Konzeption, mit der wir die Kinder zu kompetenten Individuen erziehen und bilden möchten.
„Kindergarten Plus“
- stärkt und fördert die emotionale und soziale Kompetenz wirkt sich auf
- das Sprechen und die Sprache aus beinhaltet Musik und bildnerisches
- Gestalten hat Elemente für die Gesundheit und die Bewegung fördert die
- lernmethodische Kompetenz durch Reflexion und Präsentation ihrer Erfahrungen
Und somit ist auch gleich ein Bezug zum Orientierungsplan hergestellt, der zwar noch nicht verpflichtend ist; der aber Leitfaden für unsere Konzeption war.

Seit Jahren führen wir dieses Projekt erfolgreich durch. In diesem Jahr waren die Kinder beteiligt, die 2017 schulpflichtig sind.

Die Deutsche Liga für das Kind hat dieses Förderprogramm mit folgenden Modulen entwickelt:

Sensomotorische Kompetenzen
Modul 1: Mein Körper und ich
Modul 2: Meine Sinne und ich

Emotionale Kompetenzen
Modul 3: Ich und meine Gefühle
Modul 4: Ich, meine Angst und mein Mut
Modul 5: Ich, meine Wut und meine Freude
Modul 6: Ich, meine Traurigkeit und mein Glück

Soziale Kompetenzen
Modul 7: Du und ich
Modul 8: Ich und mein Raum

Lernmethodische Kompetenzen
Modul 9: Was ich mitnehme

Diese finden außerhalb des eigentlichen Gruppengeschehens statt. Dank Tula und Tim, den zu diesem Programm gehörenden Puppen, wird so manche Scheu geschmälert und die Freude auf das nächste Wiedersehen verstärkt. Es werden Atmosphären geschaffen, in denen sich die Kinder trauen, über Ereignisse und Gedanken zu sprechen, die sie beschäftigen oder die sie emotional stark beeindruckt haben.
Singen von Liedern und gestalterische Kreativität sind ebenso Bestandteile eines jeden Moduls. Die Arbeiten der Kinder hängen wir im Eingangsbereich mit entsprechenden Erläuterungen aus.
Des Weiteren wird für jedes teilnehmende Kind das jeweilige Modul kurz dokumentiert. Auf diese Weise entsteht eine kleine individuelle Dokumentenmappe, die mitsamt einer persönlichen Teilnahmeurkunde Teil des eigenen Portfolios wird.

Für das Team
C. Haase



Tierischer Besuch

Seit ein paar Wochen beteiligen sich unsere Mittleren an dem Projekt "Tula und Tim", in dem es um die emotionale Intelligenz geht. Mit verschiedenen Inhalten begeben wir uns in den einzelnen Modulen auf eine Sinnes- und Gefühlsreise. Und mittendrin durften wir ein Highlight der besonderen Art erleben, das uns netterweise unser Elternbeirat finanziert hat - vielen Dank dafür.
Für dieses Highlight begrüßten wir vom Heidelberger Zoo eine Zooschwärmerin in unserer Einrichtung, die ein paar Tiere im Gepäck hatte: Schleichtiere (wie z.B. ein Zebra), Kuscheltiere und echte Tiere.
Mit diesen Tieren unternahm sie mit uns eine ganz besondere Sinnes- und Gefühlsreise.

Ø Ein lebendiges Blatt
Regungslos saß sie auf einem Brombeerästchen. Doch als sie auf die Hand genommen wurde, wurde sie aktiv und kletterte herum. Dabei sah man deutlich ihre 6 Beine, ihre beiden Fühler und dass sie locker kopfüber hängen kann, ohne runter zu fallen.
Beim Streicheln war fühlbar, dass sie tatsächlich weich wie ein Blatt ist.

Ø Ein großer Tausendfüßler
Als er sich bewegte waren seine vielen, vielen Beine gut sichtbar. Er lebt normalerweise in der Erde und hat deswegen keine Fühler und keine Augen. Beim Streicheln stellten wir erstaunt fest, dass er sich hart anfühlt.

Ø Zwei Achatschnecken
Diese beiden handgroßen Schnecken waren sehr aktiv und krochen ständig über die für sie zur Verfügung stehende Glasscheibe. Deutlich waren ihre 4 Fühler zu sehen. Auf Zweien sind ihre Augen. Als die Scheibe hoch gehalten wurde, fielen die beiden nicht herunter, weil sie quasi durch ihren Schleim „festkleben“. Deutlich war dabei deren Mund zu sehen. Wer sich traute, durfte die beiden mit etwas Mehlbrei füttern, was eine kitzlige Angelegenheit war. Ihr Körper waren weich, ihre Häuschen hart.
                        
Ø Eine lebendige Kornnatter
Sie hatte ein schönes Muster. Ständig streckte sie ihre Zunge heraus. Munter schlängelte sie sich an der Zooschwärmerin entlang. Sie hatte sie sicher und fest im Griff, so dass die Schlange gut gestreichelt werden konnte. Dabei erkannten wir, dass sie sich ganz warm und glatt anfühlt und überhaupt nicht feucht.

Auch ein Schlangenei sowie eine Schlangenhaut konnten betrachtet und angefasst werden.
Mit Neugier bestaunten alle Kinder diese Tiere. Manche wollten mit Streicheln und Füttern gar nicht mehr aufhören. Andere trauten sich nur für Momente an sie oder einzelne heran. Alles ist recht - Mut und Angst sind zwei gleichberechtigte Gefühle.
Text: C. Haase



 

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