Die Kirchenfenster

Darstellung und Beschreibung der Kirchenfenster

Kirchenfenster in der Evangelischen Kirche von der Künstlerin Beate Wassermann

Die im Altarraum mit der Innenrenovierung der Kirche neu entstandenen Kirchenfenster verkünden das Leben - viel Licht und warme Farben.

Das Fensterband im Altarraum (U.S,)

Das Fensterband in der Apsis steht unter dem Thema:
"Friede, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung".

Das Westfenster

Rechts im Altarraum das Schöpfungsfenster (das Westfenster) mit den Farben grün und orange - mitten drin das Mosaik der Schöpferhand Gottes.

Der rechte Teil des Fensterbandes (d-m)


Das Südfenster

In der Mitte (das Südfenster) dominiert die Farbe weiß: Friede und Gerechtigkeit auf Erden - so will es Gott für die Menschen.

Das gelbe Dreieck symbolisiert die Dreieinigkeit, die Gegenwart Gottes als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Gott ist immer da in seinem Kosmos - der Kosmos, er ist auch als Mosaik dargestellt.

Der mittlere Teil des Fensterbandes (d-m)


Das Ostfenster

Links (das Ostfenster) dann ein Fenster, dessen rechte Hälfte man als ,,Chaosfenster" bezeichnen könnte - Licht und Dunkel durcheinander: das ist die menschliche Realität. Es misslingt oft, in Frieden und Gerechtigkeit zu leben und die Schöpfung zu bewahren. Wir Menschen leben in Widersprüchen, das Leben hat Brüche, dunkle Seiten.

Das Dunkel des Fensters ist in der Farbe des Altars wieder aufgenommen: dorthin können Menschen, so glauben es die Christen, immer kommen mit allem, was sie bewegt. Bei Gott können sie alles Dunkle, Schuld und Versagen klagen und ablegen.

Das linke Fensterband (d-m)

Die linke Hälfte des Fensters ist dann das Auferstehungsfenster, das Hoffnungsfenster - von alters her das Ostfenster in den Kirchen. Hier ist alles gelb - das Licht Gottes wird sich durchsetzen, sein Reich wird erwartet, in dem alles gut sein wird und die Menschen in Gottes Liebe aufgehoben sein werden, vollkommen - das rote Viereck in dem Gelb kann das symbolisieren.

Doch alle, die die Fenster betrachten, sollen sich Ihre eigenen Gedanken machen und sie werden auch unterschiedliche Deutungen finden. So ist es gedacht.

Kommen Sie in unsere Kirche und schauen Sie sich die Fenster vor Ort an!

(Annemarie Steinebrunner, Pfarrerin)

Zur Person von Beate Wassermann

Beate Wassermann hat 1969-1975 Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studiert und arbeitet heute als freie Künstlerin in dieser Stadt.

Gleich bei ihrer ersten Glasgestaltung, den Fenstern in der Rogate Kirche in Hamburg Maiendorf 1995 stellte sie unter Beweis, wie sicher sie eine Aufgabe im monumentalen Bereich zu meistern und mit durchleuchteten Farben zu arbeiten versteht. Seither wurde sie zu manchen Wettbewerben eingeladen und ging nicht selten als Siegerin daraus hervor.

1998 gestaltete sie zwei Glaswände für die Unfallklinik in Ludwigshafen, 2001 die Fenster für die evangelische Friedenskirche in Münster Altenberge und 2003 neben den Fenstern in Plankstadt diejenigen für das alte Hauptgebäude der Universität Hamburg in der Edmund Siemens Allee.

Bei ihren unkonventionellen Glasgestaltungen finden sich geometrische und freie Formen in einem den Vorgaben der Architektur folgenden, aber meist sehr locker aufgebauten Gefüge zusammen.

Die Transparenz des Glases fasziniert sie und reizt sie immer wieder neu zu einem vielschichtigen Wechsel zwischen offener Nutzung und Verschleierung dieses ästhetischen Angebots durch die Wahl der Glassorte und vor allem durch die Malerei.

Ihre Arbeiten bieten daher mit vielfach abgestuften Verbindungen von mattem und leuchtendem Farblicht einerseits sowie ungebrochenem Tageslicht andererseits viel zu schauen und regen den Betrachter an, sich dem Spiel von Wahrnehmung und Anspielung reflektierend hinzugeben.

(Suzanne Beeh-Lustenberger, Kunsthistorikerin)

Mehr Informationen und Arbeiten der Künstlerin finden Sie auf ihrer Internetseite: www.beatewassermann.de

Fenster im Langhaus (d-m)

 

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